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13th International Metropolis Conference | Mobilität, Integration und Entwicklung in einer globalisierten Welt | 27-31 Oktober 2008

Überblick über Inhalte und Ziele der Konferenz

Gesellschaften, die eine aktive Zuwanderungspolitik betreiben, müssen sich über die Integration der Neuankömmlinge Gedanken machen. Je größer die Zahl der Zuwanderer ist, desto wichtiger ist ihre erfolgreiche Integration in die Gesellschaft des Einwanderungslandes. Dies ist eine entscheidende Verbindung zwischen Zuwanderung und Integration. Es gibt noch viele andere. Betrachten wir beispielsweise die Auswirkungen auf die Integrationspolitik bei einer Zuwanderung, die vor allem demografischen Zwecken dienen soll, im Gegensatz zu einer Zuwanderung, die zur Befriedigung einer kurzfristigen Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt dient. Oder nehmen wir das politische und soziale Umfeld, in dem Zuwanderung stattfindet: Das Verhalten der Öffentlichkeit gegenüber der Zuwanderung und den Zuwanderern wird durch die ökonomischen Bedingungen, durch gesellschaftliche Haltungen und durch den öffentlichen Umgang der politischen Führung mit dem Thema beeinflusst. Eine starke Zuwanderung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfordert vermutlich sehr viel intensivere Integrationsbemühungen und Anstrengungen zur Verhinderung von Diskriminierung. Und wenn sich irreguläre Zuwanderung in einem Land häuft, wird dies die Ergebnisse von Integrationsprogrammen beeinflussen, auch bei denjenigen, die legal in diesem Land leben.

Der Bereich Migration und Entwicklung stößt heute wieder auf großes Interesse, jedoch anders als vor zwanzig Jahren, als es um die Frage ging, wie man Migration mithilfe von Entwicklung unter Kontrolle bringen könnte. Heutzutage ist es das Bestreben, sich die Migration zunutze zu machen, damit sich daraus für beide Seiten – die Herkunfts- und die Einwanderungsländer – Entwicklungsvorteile ergeben. Bei unserem Eifer, die Entwicklung voranzutreiben, kann es passieren, dass wir die tatsächlichen Auswirkungen von Auswanderung auf die Entwicklungsperspektiven der Herkunftsländer aus dem Auge verlieren, und dass wir auch die Auswirkungen auf die Entwicklung in den Einwanderungsländern ignorieren, selbst die in den OECD-Ländern. Wir können auch nicht ignorieren, dass die Auswirkungen von Entwicklung beeinflussen, wie hoch die Anzahl derjenigen ist, die gern auswandern würden. Werden die Einwanderungsländer durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung in China, Indien, Brasilien und anderen Ländern gezwungen sein, ihre Strategien zur Anwerbung von Zuwanderern zu überdenken?

Die Konferenz befasste sich auch mit dem Thema der die Beziehung zwischen Integration und Entwicklung. Hierzu gehören beispielsweise die Auswirkungen erfolgreicher wirtschaftlicher Integration auf Rücküberweisungen ins Heimatland und die Auswirkungen sozialer Integration auf die zirkuläre Migration oder Rückkehrmigration. Wie können wir die Entwicklungsziele der Heimatländer, die erreichbar sind, wenn die Zuwanderer dorthin zurückkehren, mit dem Wunsch vereinbaren, Zuwanderer erfolgreich in die Gesellschaft des Aufnahmelandes zu integrieren? Nur eine eingeschränkte Integration anzustreben, um die Rückkehr in das Herkunftsland zu fördern, ist natürlich nicht wünschenswert. Hier wird es von Nutzen sein, genau zu beobachten, wie transnationale Gemeinschaften gleichzeitig Beziehungen zu den Gesellschaften in den Einwanderungsländern und den Herkunftsländern unterhalten. Dadurch erfahren wir mehr über die Zusammenhänge zwischen sozialer und wirtschaftlicher Integration und der Entwicklung im Herkunftsland.

Zu allen diesen Themenbereichen gab es in verschiedene Foren während der Konferenz. Außerdem befasste sich die Debatte mit den umweltbedingten Ursachen für Emigration, die immer stärker Anlass zur Sorge bieten. Weitere Themen waren Fragestellungen im Kontext von Mobilität und staatlicher Souveränität und nationale Sichtweisen von Zuwanderung und Integration.

Neben Vorträgen von Experten gab es bei der Konferenz verschiedene themenübergreifende Plenen und über 100 Workshops geben. Ein kulturelles Rahmenprogramm rundete die Veranstaltung ab. Im Vorfeld der Konferenz konnten die Delegierten bei Studienfahrten die Gelegenheit nutzen, sich persönlich einen Eindruck zu verschaffen, wie Deutschland mit den Themen Migration, Integration und kulturelle Vielfalt umgeht.

buttlink Plenary Programme (nur in englisch verfügbar)
buttlink Informationen zu den Workshops
buttlink Study Tours

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