
Plenarprogramm
Plenarveranstaltungen*
* Im Einklang mit dem Geist der Internationalen Metropolis-Konferenz, wurden die Funktionen und Titel der Referenten, mit Ausnahme der politischen Amtsinhaber, nicht in das Programm aufgenommen. Die Präsentationen, soweit als Datei vorhanden, finden Sie, wenn Sie auf die in Blau und unterstrichen gesetzten Namen der jeweiligen Diskussionsteilnehmer klicken.
Dienstag, 28. Oktober
8:45 – 9:15 Begrüßung
Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Deutschland
Howard Duncan, International Metropolis Project, Ottawa, Canada
9:15 – 9:30 Einführung
Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Deutschland
9.30 – 11:00 Plenum: Impulsreferat & Podiumsdiskussion
1 Runder Tisch zu Mobilität, Integration und Entwicklung
Bei internationalen Foren wurde in letzter Zeit betont, wie wichtig die Kohärenz von Migration, Integration und Entwicklungspolitik ist. Kohärenz in der Politik ist allerdings in modernen Regierungen angesichts ihrer großen Verwaltungsapparate und ihrer vielschichtigen Aufträge außerordentlich schwierig durchzusetzen. Bei dem Plenum handelt es sich um eine moderierte Diskussionsrunde mit führenden Experten und politischen Entscheidungsträgern. Sie werden der Frage nachgehen, in welchem Maße bereits Erfolge zu verzeichnen bzw. überhaupt möglich sind. Die Diskussionsteilnehmer werden die praktischen Auswirkungen politischer Kohärenz für die Migranten und für die Gesellschaften in den Herkunftsländern und in den Einwanderungsländern behandeln und bewerten.
Impulsreferat:
Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Innern, Deutschland
Diskussionsteilnehmer:
Nosiviwe Mapisa-Nqakula, Ministerin des Innern, Republik Südafrika
Demetrios Papademetriou, Institut für Migrations Politik, Washington D.C., USA
Gesprächsleitung:
Melinda Crane, freiberufliche Journalistin und Moderatorin, Berlin, Deutschland
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Are Circular Migration, Development and Immigrant Integration Compatible Policy Goals?
(W1-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Migrants' Transnational Activities and Integration: A Comparative Perspective
(W46-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Regional Immigration and Transnational Networks: International Perspectives
(W50-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Mainstreaming Migration into Development Strategies: The Role of International Cooperation
(W103-30) Donnerstag, 30. Oktober , 16.30 – 18.00 Uhr
11:00 – 11:30 Kaffeepause
11:30 – 13:00 Plenum: Impulsreferat & Podiumsdiskussion
2 Mobilität versus staatliche Souveränität**
Die freiere Beweglichkeit von Kapital, Gütern und auch Dienstleistungen ist ein zentrales Charakteristikum der Globalisierung. Im Hinblick auf die Mobilität der Bevölkerung herrscht jedoch immer noch ein weitverbreiteter Protektionismus. Dies lässt sich in gewissem Maße dadurch erklären, dass der nationalen Souveränität und den Entscheidungen, wer innerhalb der Grenzen eines Staates seinen Wohnsitz hat, immer noch große Bedeutung beigemessen wird. Hinzu kommen noch spezielle Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit, des sozialen Zusammenhalts und der nationalen Identität. Zuwanderungsmanagement durch immer ausgeklügeltere Kontrollprogramme an den Grenzen bleibt nach wie vor ein zentrales Element der meisten Zuwanderungsprogramme; dabei ist es ein besonderes Anliegen, irreguläre Zuwanderung zu verhindern. Diejenigen, die für eine liberalere Migrationspolitik eintreten, argumentieren, dass ein Staat nur über eingeschränkte Möglichkeiten verfügt, die Zuwanderung zu kontrollieren, und dass bei Anwendung einer restriktiven Politik voraussichtlich mehr Probleme entstehen als gelöst würden, beispielsweise weil der Anreiz für eine verstärkte illegale Einwanderung steigt. Welche Auswirkungen hätte es auf das Integrationspotenzial der Einwanderungsländer, wenn die Länder eine Politik der offenen Grenzen verfolgen? Wie würden sich offene Grenzen auf das Entwicklungspotenzial armer Herkunftsländer auswirken?
Diskussionsteilnehmer:
James F. Hollifield, Southern Methodist University, Dallas, Texas, USA
Carlos E. Iturregui, Office of Policy and Strategy, United States Citizenship and Immigration Services (USCIS), Washington D.C., USA
Virginie Guiraudon, Nationales Zentrum für Wissenschaftliche Forschung, Paris, Frankreich
Martin Schieffer, Europäische Kommission, Generaldirektion Justiz, Freiheit und Sicherheit; Brüssel, Belgien
Gesprächsleitung:
Steven Vertovec, Max-Planck-Institut für die Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen, Deutschland
** Verantwortlich für Panel 2: Gerda Henkel Stiftung
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Border Security Technology: An Element of or a Contradiction to Migration Governance
(W4-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - External Migration Control and its Impacts on Residing Immigrant Communities
(W6-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Irregular Migrants: Local Integration or Return
(W34-28) Dienstag, 28. Oktober, 16.30 – 18.00 Uhr
13:00 – 14:30 Mittagspause
14:30 – 18:00 Workshops
Mittwoch, 29. Oktober
9.00 – 10:30 Plenum: Impulsreferat & Podiumsdiskussion
3 Konvergenz oder Divergenz? Nationale Integrationsansätze ***
Erfolgreiche Integration hängt teilweise davon ab, wie viele Zuwanderer zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem Land ankommen. Die Integrationskapazität einer Gesellschaft ist zwar durch politische Maßnahmen beeinflussbar, es gibt jedoch anscheinend Grenzen im Hinblick auf die Anzahl von Neuankömmlingen, die eine Gesellschaft kurzfristig erfolgreich integrieren kann, und sei es nur aufgrund begrenzter Kapazitäten für entsprechende Programme. Welche Regierungsmaßnahmen sind vor diesem Hintergrund am effizientesten, um die Integrationskapazität so zu erhöhen, dass die Integration der Zuwanderer erfolgreich verläuft? Um wessen Integration und die Integration in was geht es dabei eigentlich? Das sind die entscheidenden Fragen, denn es gibt Anzeichen dafür, dass sich bei der Integrationspolitik in vielen traditionellen Einwanderungsländern ein Paradigmenwechsel vollzieht – von der Förderung der Vielfalt und des Multikulturalismus hin zur Förderung von sozialem Zusammenhalt und gemeinsamen Werten. Empfinden wir Divergenz oder Konvergenz bei unserer Ansicht darüber, welches die effizientesten Integrationsmaßnahmen sind, die die Länder, vertreten durch ihre Regierungen, ergreifen können? Hinter dieser Frage verbirgt sich unser Verständnis von "Integration" und was diese bewirken soll. Geht es im Wesentlichen darum, dass die Zuwanderer Arbeitsplätze, Wohnungen und schulische Ausbildung erhalten? Können sich die Länder darauf verständigen, dass über Integration versucht werden sollte, Gesellschaften zu schaffen, die sich durch sozialen Zusammenhalt und kulturelle Einheit auszeichnen, oder haben Integrationsmodelle, die auf Multikulturalismus basieren, weiterhin starken Einfluss?
Impulsreferat:
Ella Vogelaar, Ministerin für Wohnen, Stadtteilentwicklung und Integration, Niederlande
Diskussionsteilnehmer:
Sarah Spencer, COMPAS, Oxford, Großbritannien
Jan Niessen, Migration Policy Group, Brüssel, Belgien
Yngve Lithman, Zentrum für internationale Migration und ethnische Beziehungen, Universität Bergen, Norwegen
Gesprächsleitung:
Michelynn Laflèche, Runnymede Trust, Großbritannien
10:30 – 11:00 Impulsreferat
Oded Stark, Zentrum für Entwicklungsforschung, Universität Bonn, Deutschland
*** Verantwortlich für Panel 3: ZEIT-Stiftung
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Diversity in European Cities: Challenges for Social Cohesion
(W5-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - The Social and Economic Integration of Recent Migrants: Longitudinal Research
(W21-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Residential Concentration and Integration: International Perspectives
(W60-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 16.00 Uhr - Naturalization Evolving? A Real Path Towards Citizenship?
(W83-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Civic Integration Programmes: Achievements and Challenges of Establishing Effective Integration Programmes
(W95-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 16.00 Uhr
11:00 – 11:30 Kaffeepause
11:30 – 13:00 Plenum: Impulsreferat & Podiumsdiskussion
4 Zuwanderungsland Deutschland: Politische Maßnahmen und Zukunftsperspektiven
Im Januar 2005 trat das erste deutsche Einwanderungsgesetz in Kraft. Für viele bedeutete dies die hart erkämpfte Akzeptanz, dass Deutschland zu einem Zuwanderungsland geworden war. Das Gesetz war die notwendige Reaktion auf die überalterte Bevölkerung des Landes und die rückläufige Geburtenrate und gleichzeitig das Ergebnis von vier Jahrzehnten Integrationspolitik. In dieser legislativen Entwicklung spiegelten sich die demografischen Verschiebungen und die Spannungen innerhalb des Landes im Hinblick auf Zuwanderung und Integration wider. Im Zuge der Erweiterung der Europäischen Union hat sich das Thema "legale Einwanderung" zu einer Schlüsseldebatte unter den Mitgliedsstaaten entwickelt, und die Konturen der politischen Entwicklung in Deutschland reflektieren diese Debatte. Systematische und bindende Integrationsprogramme, religiöse Pluralität, die zweite Generation und die Abwanderung der Hochqualifizierten: all dies sind Themen einer breiten Politikpalette. Auch die Verbindungen zwischen Migration, Integration und der wirtschaftlichen Entwicklung der Herkunftsländer werden stärker berücksichtigt, insbesondere im Kontext von Zuwanderungsprogrammen, die sich an Hochqualifizierte richten. Infolge des wachsenden Bewusstseins über die potenziellen Auswirkungen einer solchen Politik auf die Herkunftsländer sind in Deutschland neue Initiativen entstanden, die sich mit dem Thema "Migration und Entwicklung" befassen. In der Diskussion sollen anhand des deutschen Beispiels – vorzugsweise aus einer generationsübergreifenden Perspektive – die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen der jüngsten Reformen im Bereich Zuwanderung und Integration untersucht werden.
Impulsreferat:
Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Diskussionsteilnehmer:
Peter Altmaier, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren, Deutschland
Sebastian Edathy, Mitglied des deutschen Parlaments, Innenausschuss, Deutschland
Cem Özdemir, Mitglied des Europäischen Parlaments (tbc)
Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin, Mitglied der Global Commission on International Migration (UN), Unabhängige Kommission Zuwanderung, Deutschland
Gesprächsleitung:
Ulrich Reitz, Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Essen, Deutschland
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Canada: Immigration Model for Germany
(W23-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 16.00 Uhr - Managing Migration in an International Perspective
(W45-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr
13:00 – 14:30 Mittagspause
14:30 – 18:00 Workshops
Donnerstag, 30. Oktober
9:00 - 9:30 Impulsreferat
Karin Kortmann, Staatssekretärin im Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Deutschland
9.30 – 11:00 Plenum: Podiumsdiskussion
5 Zirkuläre und temporäre Migration
In den Diskussionen über den Umgang mit der internationalen Migration ist die zirkuläre Migration stärker ins Rampenlicht gerückt. Sie erscheint vielen als ein adäquates Instrument, mithilfe dessen die Einwanderungsländer den Zuwandererstrom in ihre Staatsgebiete bewältigen und daraus wirtschaftlichen Nutzen ziehen können. Gleichzeitig können auch die Herkunftsländer von der temporären Migration profitieren. In diesem Plenum werden die positiven Erwartungen, die mit der zirkulären Migration verbunden werden, auf den Prüfstand gestellt. Wir möchten ein Verständnis für diese Ansätze entwickeln, damit sie mit optimalen Resultaten in die Praxis umgesetzt werden können. Die Referenten werden sich auch mit dem Management solcher Programme beschäftigen sowie mit den Auswirkungen, die ein Paradigma zirkulärer Migration auf die soziale Integration hat. Sie werden sich außerdem mit der Frage auseinandersetzen, ob die Erwartung, dass Migranten in ihr Herkunftsland zurückkehren, mit dem Ziel einer erfolgreichen Integration in die Gesellschaft des Einwanderungslandes zu vereinbaren ist.
Diskussionsteilnehmer:
Philippe Fargues, Euro-Mediterranes Konsortium für die angewandte Erforschung von Migration (CARIM), Florenz, Italien
Modibo Keita, Sciences Sociales pour le Development, Bamako, Mali (tbc)
Pawel Kaczmarczyk, Strategischer Beirat des Premierministers, Polen
Jacques Poot, Population Studies Centre, University of Waikato, Hamilton, Neuseeland
Gesprächsleitung:
Klaus F. Zimmermann, Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn, Deutschland
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Best Practices, Best Returns? Foreign Worker Programs
(W2-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Return Migration: Concepts and Outcomes
(W52-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Temporary Migration Programs: Quick Fix or Disposable Migrants
(W53-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Enlarging Opportunities for Legal Migration: The European Union in a Comparative Perspective
(W91-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 16.00 Uhr
11:00 – 11:30 Kaffeepause
11:30 – 13:00 Parallele Plenen: Impulsreferat & Podiumsdiskussion
6A Transnationale Diaspora-Netzwerke, Integration und Entwicklung
Die Hoffnungen der internationalen Gemeinschaft auf eine positive Beziehung zwischen Migration und Entwicklung stützen sich teilweise auf die von der Diaspora bzw. transnationalen Gemeinschaften geleisteten Beiträge. Diese Beiträge müssen abgegrenzt werden von dem Nutzen, mit dem zirkuläre Migration inzwischen in der Regel verbunden wird, da transnationale Gemeinschaften sowohl in den Herkunftsländern als auch in den Einwanderungsländern relativ dauerhaft leben. Der Nutzen der zirkulären Migration soll aus einer zeitlich befristeten Migration resultieren. Die Entwicklungseffekte bei der Diaspora hingegen sollen sich aus den längerfristigen Aufenthalten dieser Gemeinschaften ergeben und aus ihrer Fähigkeit, ihr Heimatland zu unterstützen. Die Rolle, die die wirtschaftliche und soziale Integration der Diaspora in den Einwanderungsländern spielt, wäre damit eine andere als die der Integration von zirkulären Migranten. Was dies genau bedeutet, wird ein Thema des Panels sein. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei die Auswirkungen von Integrationspolitik und ihre Folgen für das Entwicklungspotenzial der Diaspora.
Impulsreferat:
Gibril Faal, African Foundation for Development, London, Großbritannien
Diskussionsteilnehmer:
Tanja el Cherkeh, Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv, Deutschland
Hein de Haas, Internationales Institut für Migration, Universität Oxford, Großbritannien
Awil Mohamoud, African Diaspora Policy Centre, Niederlande
Gesprächsleitung:
Thomas Faist, COMCAD, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld, Deutschland#
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Immigration Experiences of Developing Countries
(W11-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - African Diaspora Groups as Facilitators of Peace and Development
(W38-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Cross-border Migration Organisations and National Development
(W41-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Key Factors for the Development Impact of Highly Skilled Migrants
(W58-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 16.00 Uhr - Diaspora, Business and Development (W71-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr
- Diaspora-Driven Development
(W97-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr
6B Integration der Zweiten Generation in Europa
Für die Zuwanderer, die praktisch sesshaft geworden sind und ihre Familie in das neue Land mitgebracht bzw. dort eine Familie gegründet haben, ist die gesellschaftliche Stellung ihrer Kinder der Lakmustest für den Erfolg der Integration. Bildung ist der entscheidende Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg und über die soziale Mobilität der Nachkommen von Zuwanderern entscheidet. Der Zugang zu Bildung und die Gewährleistung der Chancengleichheit für die Kinder von Zuwanderern sollten daher höchste politische Priorität genießen.
Bei diesem Panel werden die Ergebnisse einer umfangreichen vergleichenden Studie über Zuwandererkinder in 15 Städten aus acht europäischen Ländern vorgestellt. In diesen Städten und Ländern werden jeweils dieselben Zuwanderergruppen untersucht. Dadurch ist es möglich, einen genauen Blick auf die lokale und nationale Bildungspraxis mit ihren Stärken und Schwächen zu werfen. Die Ergebnisse sollen mit Betroffenen und Akteuren aus dem Bildungsbereich diskutiert werden, um erfolgreiche Ansätze herauszuarbeiten, die den Bildungszugang und Chancengleichheit für die zweite Generation gewährleisten.
Impulsreferat:
Maurice Crul, Die Integration der zweiten Generation in Europa – TIES-Projekt, Universität Amsterdam, Niederlande
Diskussionsteilnehmer:
Laura Cassio, Generaldirektorin Bildung und Kultur der Europäischen Kommission
Aydan Özoguz, Körber-Stiftung, Deutschland
Patrick Simon, Institute National d'Études Démographiques, Paris, Frankreich
Helga Nagel, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Stadt Frankfurt am Main, Deutschland
Gesprächsleitung:
Sandra Pratt, Metropolis International Steering Committee, Brüssel, Belgien
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Second-Generation Identities
(W18-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Immigrants? Descendents: A Challenge for Integration Policies?
(W44-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Different School and Support Systems in Europe: What Works Best for the Second-Generation?
(W73-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr
13:00 – 14:30 Mittagspause
14:30 – 18:00 Workshops
Freitag, 31. Oktober
9.00 – 10:30 Plenum: Podiumsdiskussion
7 Geschlechtsspezifische Dimensionen der internationalen Arbeitsmigration, Entwicklung und Integration
Es ist inzwischen bekannt, dass der Frauenanteil bei den gegenwärtigen Migrantenströmen weltweit bei 50 Prozent liegt, ein Anteil, der in nur wenigen Jahren stark angestiegen ist. In dem Panel soll der Frage nachgegangen werden, wodurch dieser Anstieg verursacht wurde. Behandelt wird das Thema unter dem Aspekt der Auswirkungen der Globalisierung und der Verstädterung der Bevölkerung in allen Teilen der Welt. Die Referenten werden ein besonderes Augenmerk darauf richten, inwiefern Migrantinnen heute vergleichsweise eher Arbeit finden als früher. In welchem Ausmaß hat sich der Arbeitsmarkt in dieser Hinsicht verändert? Gibt es für Migrantinnen neue Möglichkeiten Arbeit zu finden, außerhalb der traditionell Frauen vorbehaltenen Arbeitsmarktnischen wie Kranken- und Altenpflege oder als Haushaltsangestellte? Haben Frauen bessere Chancen, selbstständig und unternehmerisch tätig zu werden? Wie wird die Situation von Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt durch die Umstrukturierung der Weltwirtschaft beeinflusst? Welche Rolle spielen ethnische Zugehörigkeit, Alter, sozialer Status und Ausbildung? Worin bestehen die Vor- und Nachteile zirkulärer Migration, wenn man in der Regel davon ausgeht, dass die Familienangehörigen zu Hause bleiben müssen? In dem Panel soll auch veranschaulicht werden, wie uns ein geschlechterdifferenzierter Forschungsansatz zu einem Verständnis der Dynamik verhelfen kann, die die jeweilige Stellung von Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst.
Diskussionsteilnehmer:
Nana Oishi, International Christian University, Tokyo, Japan
Keiko Osaki, Population and Social Integration Section (PSIS), Emerging Social Issues Division, UNESCAP, Bangkok, Thailand
Nicola Piper, Swansea Universität, Großbritannien
Geraldine Pratt, Fakultät für Geographie, University of British Columbia, Vancouver, Kanada
Gesprächsleitung:
Howard Duncan, International Metropolis Project, Ottawa, Kanada
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- "High" Skilled, "Low" Skilled: Gender Dimensions of Migration and Integration
(W25-28) Dienstag, 28. Oktober, 14.30 – 16.00 Uhr - Gender, Migration and Citizenship: Balancing Labour Market Imperatives and Care
(W43-29) Mittwoch, 29. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Family Immigrant Women and Employment: A Gendered Perspective
(W76-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr - Gendered Geographies of Migration: Segregation as a Consequence?
(W78-30) Donnerstag, 30. Oktober, 14.30 – 18.00 Uhr
10:30 – 11:00 Kaffeepause
11:00 – 13:00 Plenum: Impulsreferat & Podiumsdiskussion
8 Die Auswirkungen der Umwelt auf die Migration*
Seit die Sorge um die Umwelt immer größer wird, wird den Verbindungen zu anderen Politikfeldern, einschließlich der Migration, von vielen mehr Beachtung geschenkt. Auch wenn in diesem Zusammenhang die Beunruhigung wegen des Klimawandels am häufigsten zur Sprache gebracht wird, gibt es noch unzählige andere Formen der Umweltzerstörung, die Menschen veranlassen oder zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder der Tsunami in Südasien, Wüstenbildung und Dürre in Afrika, die Hurrikane, die innerhalb der Vereinigten Staaten zu einer großen Zahl von Umweltflüchtlingen geführt haben: All das sind Beispiele dafür, wie sich die Umwelt auf die Bevölkerung und ihre Mobilität auswirken kann. Wie reagieren die benachbarten Regionen und die internationale Gemeinschaft auf diesen Druck? Welche Vorkehrungen treffen die einzelnen Staaten und die internationale Gemeinschaft, falls längerfristig einige Küstenregionen infolge der globalen Erwärmung versinken? Wird den Betroffenen als "Umweltflüchtlingen" Schutz gewährt? Das Panel wird aufzeigen, wie Migrationsforscher und politische Entscheidungsträger berücksichtigen sollten, dass sich in Zukunft Umweltveränderungen auf die Migrantenströme auswirken werden.
Impulsreferat:
Dirk Messner, Universität Duisburg-Essen, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
Diskussionsteilnehmer:
Robert McLeman, University of Ottawa, Kanada
Stephen Dunstan, Department of Labour, Neuseeland
Janos Bogardi, UNU-EHS Project on Enviromental Impact of Migration, Bonn, Deutschland
Philippe Boncour, International Dialogue in Migration, International Organization for Migration (IOM), Genf, Schweiz
Gesprächsleitung:
Rinus Penninx, Institut für Migration und Ethnische Studien, Universität Amsterdam, Niederlande
* Verantwortlich für Panel 8: Deutsches Institut für Entwicklungspolitik
Workshops, die sich auf das Thema dieses Plenums beziehen:
- Environment and Forced Migration: A Policy-Relevant Research Approach
(W32-28) Dienstag, 28. Oktober, 16.30 – 18.00 Uhr
13:30 – 14:15 Schlussworte und Einladung zur nächsten Internationalen Metropolis Konferenz

